GESCHICHTE WIEDERHOLT SICH !

VERBANDSPOKAL 2020.21

Just for Fun

Es ist unnötig darüber zu reden, wie dieses Verbands-Pokalspiel gelaufen wäre, wenn Monteiro´s in der 2. Minute gesessen hätte und von einem Abwehrspieler nicht abgeblockt worden wäre. Unterm Strich war nach 94 Minuten die SGK das bessere Team, besetzt mit jungen Wilden und erfahrenen Recken wie Rehm (33), Aydingülü (29), Haffa (29) oder Just (27). Weder für die Spieler noch für die 119 zahlenden Zuschauer war es ein angenehmer Tag bei brütenden Hitze. Trotz allem entwickelte sich von Beginn an ein flottes Spiel unter der Leitung von Yannick Schmidt aus Hüffenhardt. Das Schiri-Gespann machte übrigens schon vor dem Anpfiff auf sich aufmerksam, dem Einen gefielen die Linien nicht, dem Anderen die Zuschauer auf einer Bank hinter (!) der Barriere – als hätten wir zu Corona-Zeiten  keine anderen Probleme ! Zurück zum Spiel, 1:0 für die Gäste kam recht glücklich zustande, Enis Kajtazovic lies TSV-Keeper Weis aus kurzer Distanz keine Abwehrchance (17.). Jeder, der schon einmal gegen den Ball getreten hat weiß, dass eine Führung bei knapp 40 Grad nicht unbedingt ein Nachteil sein muss. Eine Verletzung von Katjazovic nutzte der Schiri spontan für eine kurze Trinkpause, die sich alle bis dahin verdient hatten. Bis zur Halbzeit tat sich dann nicht mehr viel, eine „Gelbe“ gegen Schulz bei der es auch im ganzen Spiel bleiben sollte, 2-3 nicht ganz nachvollziehbare Entscheidungen vom Schiri, eine Kopfballverlängerung von Max (SGK) und ein Schuss von Schaardt (TSV) am Tor vorbei – das war´s. Ganz anders dann die zweiten 45 Minuten, in denen die SG Kirchheim auf eine schnelle (Vor)Entscheidung aus waren. Die Chancen dazu waren auch da, doch Keeper Dennis Weis hielt im wahrsten Sinne des Wortes voll dagegen (47., 57.) und wenn er geschlagen war half das Aluminium mit, das Can Aydingülü in der 53. Minute traf. In der 60. Minute schlug die Stunde für Roman Just, gegen sein Geschoss aus 25 m war kein Weis-Kraut gewachsen! Spätestens jetzt war klar, dass sich Kirchheim schnurstracks auf der Siegesstraße befand. Ausgerechnet der beste TSV-Akteur auf dem Platz Dennis Weis leistete sich beim dritten Gegentreffer einen kleinen Bock, der aber eher statistischen Wert hatte. Wieder war es Just, der „Just for Fun“ das Runde ins Eckige bugsierte. Zu allem Übel verletzte sich die Nr. 1 Weis ohne Fremdeinwirkung danach so schwer, dass er ausgewechselt werden musste. Seinen Part übernahm Lennard Bräumer, der bis zum Schluss seinen Kasten sauber halten könnte. Neuzugang Lukas Lippold sorgte mit seinem Treffer in der 78. Minute für etwas Ergebniskosmetik, denn wenn man ehrlich ist, hätte der Gästesieg um 2-3 Treffer höher ausfallen müssen. Durch diese Niederlage ist das Thema Badischer Pokal 2020/21 für den TSV Neckarbischofsheim abgehakt – er kann sich nun voll auf die Meisterschaftsrunde konzentrieren, die für viele immer noch die große Unbekannte ist. Der Gegner am ersten Spieltag, Sonntag, 30. August`20 heißt dann . . . SG HD-Kirchheim!


2. Runde / 09. August

NECKARBISCHOFSHEIM - Kirchheim SG     1 : 3

Horrenberg - Neuenheim

Eppelheim - Mühlhausen

Mannheim Tsp. - Mannheim VfR

Baiertal - Eppingen

St. Leon - Neckarau

St. Ilgen - Zuzenhausen

Edingen-Neckarhausen - Brühl

Kürnbach - Weinheim

Freilos:

Bammental 


Corona, Rettungswagen, Unterzahl !

Ähnlich wie auf der A 6, die bekanntlich unmittelbar neben Steinsfurt liegt, war dieser mit Spannung erwartete Pokalknüller in der ersten Halbzeit kein Tempospiel sondern eher zähfließender Verkehr. Fast alle Aktionen spielten sich im Mittelfeld ab, ein paar Mal wurden die Clans abgesteckt, die beiden Keeper waren eigentlich bis dahin arbeitslos. Ein verhängnisvoller Rückpass von Paulmann brachte den Sinsheimer Kreisliga-Meister und Landesliga-Neuling „Stoifort“ überraschend in Führung. Neuzugang Axel Lohoff bekam die Kugel quasi auf dem Tablett serviert, er musste TSV-Keeper Dennis Weis nicht einmal fragen, wohin er sie haben will. „Bischesse“ ließ sich von diesem Rückstand zwar nicht beirren und versuchte, sein eigenes Spiel auf zu ziehen, doch eine echte „Hundertprozentige“ sprang dabei aber nicht heraus. So überraschend die Gästeführung war, so überraschend war der 1:1 Ausgleich. Ein leichter Fehler in der Steinsfurter Hintermannschaft wurde von Marcel Schaardt sofort bestraft. Dabei trat er, nicht wie so oft, als Torschütze in den Vordergrund sondern als Vorlagengeber. Ein Blick auf Pascal Monteiro, der besser postiert war genügte, und schon zappelte der Ball im neuen Tornetz (44.). Früher hätte es geheißen, „das Team kam mit viel Selbstvertrauen aus der Kabine“ oder „die Kabinenansprache des Trainers hat gesessen“! Corona-Regeln sei Dank müssen wir heute von Platzansprachen reden, denn beide Teams verweilten in der Halbzeitpause auf dem leider etwas bräunlichen Geläuf. Die hochsommerlichen Temperaturen ließen in den letzten Tagen einfach keine bessere Platzpflege zu (Mähen), wofür aber jeder Verständnis aufbrachte. Nun gut, auf jeden Fall machte die Mahrt-Elf da weiter wo sie aufgehört hatte, denn bereits in der 47. Minute fiel ein weiteres Tor das zum Schluss sogar das „Goldene“ sein sollte. Schaardt´s Gegenspieler sah im Laufduell kein Land, einmal kurz den Kopf hoch, Querpass, Tor ! So einfach“ kann Fußball sein . . . In diesem Fall hatte Daniel Hotel keine Mühe den Ball über die Linie zu bugsieren. Nur wenige Minuten später sollte Hotel noch einmal in Erscheinung treten, in dieser Szene stockte aber jedem der Atem. Bei einem eher harmlosen Zweikampf fiel er so unglücklich auf den Hinterkopf, wodurch er kurz das Bewusstsein verlor. Vorsichtshalber wurde er daraufhin mit dem Rettungswagen mit Verdacht auf Gehirnerschütterung in die Klinik eingeliefert. Den Part für Hotel übernahm ab der 55. Minute Lukas Lippold. Schiedsrichterin …? Schiedsrichter-Frau … ? Egal, die resolute und fehlerlose Frau Reßler musste nur 3 x gelb zücken, leider 2 x davon für Rouven Paulmann d.h. folgerichtig mit gelb-rot des Feldes verweisen. Trotz dessen, dass die Steinsfurter von ihrem ganzen Einwechselkontingent Gebrauch machten und 22 Minuten in Überzahl spielten brachten sie Weiß & Co. nicht mehr ernsthaft in Verlegenheit. Bleibt zum Schluss anzumerken, dass sich beide „Te-Es-Vaus“ schon einige Tage vor dieser Partie hervorragend abgesprochen haben, was das Corona-Hygienekonzept betrifft. Der TSV Neckarbischofsheim sah sich als Ausrichter in der Pflicht, alle Vorgaben konform um zu setzen was auch gelang. Viele Vertreter anderer Vereine machten sich an diesem Nachmittag ein Bild davon und waren schwer beeindruckt, wie „Bischesse“ dies alles stemmte. (hs)


1. Runde / 02. August 
NECKARBISCHOFSHEIM (LL) - Steinsfurt (LL)     2 : 1
Mannheim Srbija (LL) - Horrenberg (LL)     4 : 5
Reilingen (KL) - Mannheim VfR (VL)     1 : 9
St. Ilgen (LL) - Kirchheim FT (LL)     2 : 1
Ketsch (LL) - Eppingen (VL)     1 : 3
Mückenloch (KKl. A) - Eppelheim (LL)     1 : 4
Dielheim (KKl. A) - Edingen-Neckarhausen (KKl. A)     4 : 6 n.E.
Rettigheim (KL) - Neckarau (LL)     0 : 5
Käfertal (KKl. A) - Kirchheim SG (LL)     2 : 3
Kürnbach (LL) - Lützelsachsen (LL)     1 : 0
Hochstätt Tsp. (KL) - Bammental (LL)     1 : 6
Heddesheim (Vl) - Weinheim TSG (VL)     1 : 2
Sulzfeld (KKl. A) - St. Leon (LL)     0 : 7
Rheinau (KL) - Brühl (LL)     1 : 3
Ziegelhausen/Peterstal (LL) - Mühlhausen (VL)     0 : 3
Baiertal (KL) - Rot (KL)     1 : 0
Schwetzingen (LL) - Zuzenhausen (VL)     0 : 2
Sandhofen (KKl. A) - Mannheim Tsp. (LL)     1 : 3
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